Alte Heizung ersetzen – Schritt für Schritt.
Eine Öl- oder Gasheizung wird nicht vorschnell ersetzt. Nach möglichst einer Heizperiode prüfen wir, was Ofenwärme und Ergänzung tatsächlich leisten – und welche Aufgaben bei Raumwärme und Warmwasser noch bleiben.
Die nicht wirtschaftlich betriebene Zentralheizung erneuern, und ihre verbleibenden Aufgaben gezielt neu lösen.
Erst klären, was die Zentralheizung noch leisten muss.
Bei einer klassischen Sanierung wird häufig zuerst ein neuer zentraler Wärmeerzeuger ausgewählt. Wir prüfen vorher, welche Aufgaben nach Phase 1 und 2 überhaupt noch offen sind.
Braucht ein kleiner Restwärmebedarf wieder ein großes Heizsystem?
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann technisch eine gute Lösung sein. Wenn jedoch nur noch wenige Bereiche zusätzliche Wärme benötigen, prüfen wir, ob eine zentrale Neuanlage dafür wirtschaftlich und technisch überhaupt noch sinnvoll ist.
Nicht zuerst den neuen Wärmeerzeuger wählen. Zuerst die verbleibende Aufgabe bestimmen.
Wo fehlt tatsächlich noch Heizleistung?
Wir betrachten nur die Räume, die durch Feuerstätte, Wärmeverteilung und die bisherige Ergänzung noch nicht ausreichend versorgt werden.
Welche Aufgabe bleibt bei der Brauchwasserbereitung?
Wird Warmwasser bisher über die Zentralheizung erzeugt, muss diese Aufgabe unabhängig von der Raumheizung neu betrachtet werden.
Eine funktionierende Heizung muss nicht sofort verschwinden.
Die bestehende Anlage kann zunächst als Reserve bleiben, bis das neue Zusammenspiel seine Aufgaben zuverlässig übernimmt.
Die neue Technik richtet sich nach der verbleibenden Aufgabe – nicht die Aufgabe nach einer bereits ausgewählten Heizungsanlage.
Wenn nur einzelne Räume Wärme brauchen, versorgen wir genau diese Räume.
Multi-Split-Luft-Luft-Wärmepumpen erzeugen die zusätzliche Raumwärme nicht zentral im Heizraum. Sie geben sie direkt über das jeweilige Innengerät an den benötigten Raum ab.
Zusätzliche Wärme direkt in den Raum bringen.
Die Innengeräte versorgen gezielt die Bereiche, in denen nach Phase 2 noch Heizleistung benötigt wird. Jeder angeschlossene Raum kann separat geregelt werden.
Für diese Räume ist kein Heizwassertransport notwendig.
Die Wärme wird unmittelbar über das Innengerät abgegeben. Nicht mehr benötigte Heizkörperkreise können später außer Betrieb genommen werden, wenn das Gesamtsystem ihre Aufgabe vollständig übernimmt.
Im Winter heizen. Im Sommer kühlen.
Im Heizbetrieb transportiert die Luft-Luft-Wärmepumpe Umweltwärme in das Gebäude. Im Sommer kann derselbe Prozess umgekehrt und zur Kühlung genutzt werden.
Eine Klimaanlage ist im Heizbetrieb eine Luft-Luft-Wärmepumpe.
Sie nutzt elektrische Energie, um Wärme zwischen Außenluft und Innenraum zu übertragen. Damit ergänzt sie die vorhandene Ofenwärme genau in den Bereichen, in denen zusätzliche Heizleistung erforderlich ist.
Raumheizung und Warmwasser müssen nicht dieselbe Technik nutzen.
Wird das Brauchwasser bisher über die alte Zentralheizung erzeugt, planen wir dafür eine eigene passende Lösung. Möglich sind beispielsweise eine Brauchwasser-Wärmepumpe oder ein System, das diese Aufgabe technisch mit übernimmt. Entscheidend sind Haushalt, Bedarf und vorhandene Technik.
Erst wenn alle bisherigen Aufgaben zuverlässig übernommen werden.
Eine funktionierende Öl-, Gas- oder andere Zentralheizung wird nicht vorschnell entfernt. Erst wenn Raumwärme, Wärmeverteilung und Warmwasser dauerhaft anders gelöst sind, entscheiden Sie, ob die alte Anlage noch als Reserve bleibt oder vollständig entfallen kann.
Förderung und Eigenstrom sinnvoll nutzen.
Wenn das Wärmekonzept steht, betrachten wir Förderung, Photovoltaik, Speicher und den wirtschaftlichen Betrieb des gesamten Systems.
