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Dein Heizkostenretter

Häufige Fragen · Nordrhein-Westfalen

Heizkosten senken in NRW: Antworten zum 4-Phasen-Wärmekonzept

Welche Aufgabe kann Ofenwärme in Ihrem Haus übernehmen? Wo fehlt danach tatsächlich noch Wärme? Wann wird die alte Zentralheizung wirklich überflüssig – und wie passen Förderung und Eigenstrom in das Gesamtkonzept? Hier finden Eigentümer in Nordrhein-Westfalen die wichtigsten Antworten für Altbau und Bestandsgebäude.

Unser Planungsgrundsatz

Nicht alles auf einmal. Aber von Anfang an richtig geplant – mit dem Gebäude, der vorhandenen Technik und dem tatsächlichen Wärmebedarf als Grundlage.

Phase 1

Ofenwärme als wirtschaftliche Basis

Wie funktioniert das 4-Phasen-Wärmekonzept im Altbau?

Der Ausgangspunkt ist nicht ein bestimmtes Heizgerät, sondern Ihr Gebäude. Wir betrachten vorhandene Heizung, eine bestehende Feuerstätte, Räume, Nutzung und tatsächlichen Wärmebedarf. Daraus wird festgelegt, welche Aufgabe Ofenwärme sinnvoll übernehmen kann.

Danach wird geprüft, wie weit diese Wärme technisch und wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann und wo tatsächlich noch Wärme fehlt. Erst dieser Restbedarf wird gezielt ergänzt. Anschließend lässt sich beurteilen, welche Aufgaben die alte Zentralheizung überhaupt noch erfüllt. Förderung und Eigenstrom werden von Anfang an mitgedacht, bauen aber auf der technisch passenden Lösung auf.

Das 4-Phasen-Wärmekonzept kennenlernen →

Holzofen, Pelletofen oder Hybridofen: Was passt zu meinem Gebäude?

Das entscheidet sich nicht nur über den Brennstoff. Maßgeblich sind Wärmebedarf, Aufstellort, Alltag, Bedienkomfort, Brennstofflagerung und die konkrete Aufgabe, die die Feuerstätte im Gebäude übernehmen soll.

Ein Holzofen wird mit Scheitholz von Hand beschickt. Pelletöfen ermöglichen je nach Modell einen stärker automatisierten Betrieb. Hybridöfen verbinden Holz und Pellets; Funktionen und Betriebsarten sind modellabhängig. Auch die Leistung muss zum Gebäude passen, damit der Aufstellraum nicht unnötig überheizt wird.

Phase 1: Ofenwärme richtig planen →

Kann ein vorhandener Ofen in das neue Wärmekonzept integriert werden?

Ja, wenn das vorhandene Gerät technisch geeignet ist. Deshalb prüfen wir zuerst Modell, Leistung, Aufstellort, Schornstein und die bisherige Heizwirkung. Eine bestehende Feuerstätte wird nicht automatisch ersetzt, nur weil die Wärmeversorgung des Hauses neu geordnet wird.

Erst nach dieser Bestandsaufnahme lässt sich entscheiden, welche Aufgabe der vorhandene Ofen weiterhin übernehmen kann und welche Bereiche anschließend noch zusätzliche Wärme benötigen.

Vorhandene Ofenwärme fachlich einordnen →

Wie kann Ofenwärme eine Öl- oder Gasheizung entlasten?

Eine passend ausgelegte Feuerstätte kann einen Teil der benötigten Raumwärme übernehmen. Dadurch kann die bestehende Öl- oder Gasheizung in diesen Bereichen entsprechend weniger Wärme bereitstellen.

Wie groß die tatsächliche Entlastung ist, hängt vom Gebäude, der Nutzung, der Ofenleistung, der Wärmeverteilung und der Abstimmung der vorhandenen Heizungsregelung ab. Eine feste Einsparquote ohne Gebäudedaten wäre deshalb nicht seriös.

Öl- und Gasheizung gezielt entlasten →

Phase 2

Fehlende Wärme gezielt ergänzen

Kann Ofenwärme gezielt in weitere Räume oder Etagen geführt werden?

Bei dafür vorgesehenen Geräten und Systemen kann erwärmte Luft kontrolliert in weitere Bereiche des Gebäudes geführt werden. Ein Beispiel ist das Multifuoco-System von Piazzetta.

Ob und wie weit eine solche Warmluftverteilung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Gerätefreigabe, Grundriss, Wärmebedarf, Leitungslängen, Luftmengen und der konkreten Planung ab. Die Luftführung ist ein eigenes System und klar vom Abgasweg zum Schornstein zu unterscheiden.

Phase 2: Warmluftverteilung und Restbedarf →

Kann eine Multi-Split-Anlage im Altbau heizen und kühlen?

Ja. Eine dafür ausgelegte Split- oder Multi-Split-Anlage arbeitet als Luft-Luft-Wärmepumpe. Die Innengeräte können einzelne Räume beheizen und im Sommer zusätzlich kühlen.

Im 4-Phasen-Konzept soll die Anlage nicht unnötig Wärme doppelt erzeugen, die über die Ofenlösung bereits sinnvoll bereitgestellt wird. Deshalb betrachten wir zuerst die Reichweite der Ofenwärme und ergänzen anschließend nur den verbleibenden Bedarf. Heizlast, Leistung bei niedrigen Außentemperaturen, Montageorte und Geräuschentwicklung müssen dazu passen.

Multi-Split zum Heizen und Kühlen nachrüsten →

Welche Alternative gibt es zur Nachtspeicherheizung ohne neues Heizkörpernetz?

Eine mögliche Lösung ist eine Split- oder Multi-Split-Anlage, die Wärme direkt an die Raumluft abgibt. Ein komplett neues wasserführendes Heizkörpernetz ist dafür nicht erforderlich. Eine passende Ofenlösung kann gleichzeitig einen Teil der Raumwärme übernehmen.

Entscheidend ist die raumweise Betrachtung: Welche Räume benötigen wann welche Leistung? Zusätzlich muss die Warmwasserbereitung separat geklärt werden. Bestehende Nachtspeichergeräte werden erst ersetzt, wenn die neue Wärmeversorgung für die jeweiligen Bereiche geplant ist.

Nachtspeicherheizung sinnvoll ersetzen →

Kann eine vorhandene Wärmepumpe sinnvoll mit Ofenwärme ergänzt werden?

Ja. Auch bei einer vorhandenen Wärmepumpe kann eine Feuerstätte sinnvoll sein, wenn sie im Gesamtsystem eine klar definierte Aufgabe übernimmt. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Wärmeerzeuger zu kombinieren, sondern die vorhandene Anlage gezielt zu entlasten oder bestimmte Nutzungsbereiche sinnvoll zu ergänzen.

Dafür betrachten wir Wärmepumpenauslegung, vorhandene Heizflächen, Regelung, Gebäude und tatsächliche Nutzung gemeinsam. Erst danach lässt sich beurteilen, ob und wo Ofenwärme einen echten Mehrwert bringt.

Vorhandene Wärmepumpe gezielt ergänzen →

Phase 3

Alte Zentralheizung schrittweise ablösen

Wann kann die alte Öl- oder Gasheizung vollständig entfallen?

Erst wenn alle Aufgaben der bisherigen Zentralheizung zuverlässig ersetzt sind. Dazu gehören nicht nur einzelne warme Wohnräume, sondern der tatsächliche Restwärmebedarf des Gebäudes und die Warmwasserbereitung.

Besonders hilfreich sind reale Verbrauchsdaten und Erfahrungen aus Phase 1 und 2, idealerweise auch aus einer Heizperiode. Bis die offenen Aufgaben sinnvoll gelöst sind, kann die vorhandene Zentralheizung als Reserve bestehen bleiben. Sie wird nicht vorschnell entfernt.

Phase 3: Restaufgaben der Zentralheizung prüfen →

Brauche ich zwingend eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, wenn die alte Heizung weg soll?

Nein. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann eine gute Lösung sein, ist aber nicht automatisch für jedes Gebäude und jeden verbleibenden Restwärmebedarf die wirtschaftlich sinnvollste Variante.

Wenn Ofenwärme und gezielte Raumheizung bereits einen großen Teil des Bedarfs übernehmen, betrachten wir zuerst, welche Aufgaben tatsächlich noch offen sind. Bei geringem verbleibendem Raumwärmebedarf kann eine direkte raumweise Lösung sinnvoller sein als der Aufbau eines großen neuen zentralen Heizsystems. Das wird für jedes Gebäude separat bewertet.

Restwärmebedarf vor dem Heizungstausch einordnen →

Wie bekomme ich Warmwasser ohne die bisherige Zentralheizung?

Raumwärme und Trinkwarmwasser werden getrennt betrachtet. Eine normale Luft-Luft-Wärmepumpe einer Multi-Split-Anlage übernimmt die Trinkwassererwärmung nicht.

Abhängig von Haushalt, Zapfstellen, Platz und elektrischer Anschlussleistung kommen beispielsweise eine Brauchwasser-Wärmepumpe, ein geeigneter Speicher oder eine direkte elektrische Warmwasserlösung infrage. Welche Lösung passt, wird anhand der konkreten Nutzung beurteilt.

Warmwasser als eigene Aufgabe einplanen →

Phase 4

Förderung und Eigenstrom sinnvoll nutzen

Welche Heizungsförderung gilt aktuell auch für Eigentümer in NRW?

Die bundesweite KfW-Heizungsförderung gilt auch in Nordrhein-Westfalen. Für förderfähige Heizungsmaßnahmen nennt die KfW aktuell eine Grundförderung von 30 Prozent. Je nach persönlichen und technischen Voraussetzungen können weitere Boni hinzukommen.

Für Grund- und Bonusförderungen gilt grundsätzlich eine Obergrenze von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten. Unter bestimmten Voraussetzungen können selbstnutzende Eigentümer mit entsprechender Einkommens- und Familiensituation bis zu 80 Prozent erreichen. Das ist keine pauschale Förderzusage. Maßgeblich sind immer die Förderbedingungen zum Zeitpunkt der Antragstellung.

Phase 4: Förderung in die Planung einbeziehen →

Förderstand: 16.10.2026. Aktuelle KfW-Bedingungen prüfen .

Kann ich Photovoltaik für Multi-Split und Warmwasser nutzen?

Ja. Eigener Solarstrom kann einen Teil des Strombedarfs einer Multi-Split-Anlage und einer elektrisch betriebenen Warmwasserlösung decken. Entscheidend ist, wie gut Stromerzeugung und Verbrauch zeitlich zusammenpassen.

Gerade im Winter fällt die PV-Erzeugung häufig geringer aus, während gleichzeitig mehr Heizenergie benötigt wird. Ein Batteriespeicher kann den Eigenverbrauch erhöhen, bedeutet aber nicht automatisch vollständige Unabhängigkeit vom Stromnetz. Für eine Versorgung bei Stromausfall ist geeignete Not- oder Ersatzstromtechnik erforderlich.

Eigenstrom sinnvoll in das Wärmekonzept einbinden →

Muss ich einen Altbau zuerst komplett sanieren und dämmen?

Nein, eine Komplettsanierung ist nicht automatisch der erste Schritt. Ausgangspunkt ist die tatsächliche Situation des Gebäudes: Wärmebedarf, vorhandene Technik, Nutzung und energetische Schwachstellen.

Sinnvolle Gebäudemaßnahmen können Bestandteil des Konzepts sein, müssen aber zur geplanten Wärmeversorgung passen. Entscheidend ist, Maßnahmen aufeinander abzustimmen, statt unabhängig voneinander möglichst viel Technik oder Sanierung umzusetzen.

4-Phasen-Wärmekonzept für den Gebäudebestand →

NRW

Heizberatung, Ofenplanung und Ausstellung in Nordrhein-Westfalen

Wie läuft eine Heizberatung für ein Gebäude in NRW ab?

Ausgangspunkt ist unser Standort in Nieheim in Ostwestfalen-Lippe. Für Anfragen aus Nordrhein-Westfalen betrachten wir zunächst Ihre vorhandene Heizung, das Gebäude, die Nutzung und die Frage, welche Wärmeaufgabe künftig übernommen werden soll.

Anschließend klären wir, welche Beratungsform für das Vorhaben sinnvoll ist und welcher Liefer- und Montageumfang am jeweiligen Standort realistisch möglich ist. Entscheidend bleibt das Gebäude – nicht eine pauschale Standardlösung.

Heizsituation und Standort anfragen →

Wo kann ich Holz-, Pellet- und Hybridöfen in NRW besichtigen?

Im Holz & Pellet Ofenzentrum NRW, Friedrich-Wilhelm-Weber-Str. 3 in 33039 Nieheim, lassen sich unterschiedliche Ofenlösungen direkt betrachten und miteinander vergleichen. In der Ausstellung stehen über 170 Öfen; rund 20 Geräte können im Betrieb erlebt werden.

Stephan Kunstein verbindet dabei die Bereiche Ofen- und Luftheizungsbau, Schornsteinfegerhandwerk, Energieeffizienz sowie KfW- und BAFA-Beratung. Für die erste Einordnung Ihres Hauses sind unter anderem Baujahr, beheizte Fläche, vorhandene Heizung und ein Grundriss hilfreich.

Beratung in Nieheim anfragen →

Welche Lösung passt zu Ihrem Gebäude?

Beschreiben Sie kurz Ihre vorhandene Heizung, Ihr Gebäude und die Bereiche, in denen Wärme fehlt. Daraus lässt sich der sinnvolle nächste Schritt im 4-Phasen-Wärmekonzept einordnen.

Beratung anfragen

Redaktioneller Stand: 16.10.2026. Technische Eignung, Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit werden für das jeweilige Gebäude und Vorhaben individuell geprüft.